eventus inkasso gmbh

Aufsichtsbehörden beobachten Nutzung von Analyse-Software

Veröffentlicht am 18.November 2010

Mehrere Unternehmen, darunter Google, bieten Software oder Dienste an, die das Surfverhalten von Internetnutzern analysieren. Das bekannteste Produkt ist Google Analytics. Die Nutzung und Verwendung dieser Werkzeuge zur Einstellung von Nutzerprofilen wird von Datenschutzbehörden mittlerweile sehr kritisch gesehen und genau  beobachtet. Die Aufsichtsbehörde für den Datenschutz Baden-Württemberg hat kürzlich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Aufsichtsbehörden darauf ein  verstärktes Augenmerk richten werden. Bei der Erstellung von Nutzungsprofilen durch Webseitenbetreiber allgemein sind die Bestimmungen des Telemediengesetzes zu beachten. Bei der Nutzung von Google Analytics kommt hinzu, dass die Daten in den USA, also in ein Drittland, verbracht werden. Die Nutzung dieses Dienstes ist  datenschutzrechtlich nur dann gestattet, wenn mit Google technische und organisatorische Datenschutzmaßnahmen vereinbart werden und die an die Datenverarbeitung im Auftrag sonst gestellten gesetzlichen Anforderungen (§ 11 BDSG) vollständig erfüllt werden. Insbesondere ist sicherzustellen, dass Google die Nutzungsdaten nicht mit  Angaben, die zur Identifizierung eines Nutzers geeignet sind, zusammenführt und dass Google Datensätze, in denen noch vollständige IP-Adressen gespeichert sind,  umgehend nach Kündigung des Nutzungsvertrages löscht. Grundsätzlich muss Google verpflichtet werden, die erhaltenen IPAdressen ausreichend, d. h. um zwei Oktette,  zu kürzen. Falls Inkassounternehmen oder Auskunfteien diese Dinge nutzen, sei darauf hingewiesen, dass zukünftig mit einschlägigen Kontrollen und möglichen  Maßnahmen der Aufsichtsbehörden zu rechnen ist, wenn die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt werden.

Quelle : BDIU Newsletter

Be Sociable, Share!

Tags: ,